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Georg Büchners Leonce und Lena, Antonin Artauds Theater der Grausamkeit


Rubrik: Aufsätze, Monografien
Link: deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=96790708X




Titel: Georg Büchners 'Leonce und Lena' und Antonin Artauds 'Theater der Grausamkeit': Wege poetischer Wirklichkeit
Autor: Dreyer, Christoph
Zusammenfassung:
Auf der Suche nach einem Text, welcher Büchners Woyzeck in einer Inszenierung des Théâtre de la Cruauté hätte begleiten sollen, kommt für Artaud nicht etwa Dantons
Tod in Frage, sondern Leonce und Lena. Was macht Georg Büchners Leonce und Lena zu einem Theaterstück des Théâtre de la Cruauté? Wer waren die poetischen Lehrmeister für Leonce und Lena und im Rückgriff auf welche poetischen
Verfahrensweisen ist Büchner diese Dichtung gelungen? Ein Blick auf die Dichtung Jakob Michael Reinhold Lenz' und Clemens Brentanos, soll diese Fragen klären.
Georg Büchner schafft mit seiner Dichtung, was Antonin Artaud hundert Jahre später die poetische Wirklichkeit nennt. Untersucht wird daher Antonin Artauds Begriff einer poetischen Wirklichkeit - bis in die Zeit des Théâtre de la cruauté - in seinen
theoretischen Schriften. Für unsere Überlegungen bedeutet die Beantwortung dieser Fragen nicht nur, ausschließlich Artauds Theaterkonzeption darzulegen, sondern vielmehr seine Auffassung von Poesie, genauer gesagt einer poetischen Realität offen zu legen. Diese aber zeigt sich innerhalb seines Denkens in jenem Moment am schärfsten formuliert, wo die Kunstformen Theater und Kino zueinander in Konkurrenz geraten. Unsere Untersuchungen richten sich daher auf das Verhältnis von Theater
und Kino in Artauds Texten.
Artauds theoretische Konzeptionen zur Filmkunst in der Zeit des Théâtre Alfred Jarry werden uns einen ganzen Schritt in unserer Untersuchung weiterführen und das Kino nicht als bloße Form der gewöhnlichen Unterhaltung darstellen, sondern es zu
den übrigen Künsten zählen, nicht aber ohne es gegenüber diesen klar zu situieren. Worin liegt die Kraft der Kinobilder, wenn nicht in der Aufgabe, Geschichten im üblichen Sinne zu erzählen, eine mimetische Darstellung des Lebens zu liefern?
Der Umgang mit Sprache, welchen Artaud in dem Text Leonce und Lena vorfindet, könnten für Artaud 1932 einen Weg zu der von ihm immer wieder angestrebten poetischen Wirklichkeit bilden. Nur aus diesen Überlegungen heraus wäre Büchners
Leonce und Lena in dem hundert Jahre später entstandenen Programm des Théâtre de la cruauté zu begreifen.
Erstellt: 2002
Kontext: Dissertation, Fakultät I (Geisteswissenschaften) , Technische Universität Berlin
Dokument: PDF, 0.9 MB




Sprache: Deutsch
Klassifikation: Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft
Thematischer Schwerpunkt: Kino, Büchner, Georg, Artaud, Antonin


Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Jens Ilg.
URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/resource.php4?ID=416
Copyright by www.theaterforschung.de
Erstellt am: 28.06.2007